Tipps zu Lightroom...


(grafischen Erläuterungen, siehe unten)

Arbeitserleichterungen im Umgang mit dem neuen Lightroom:       

Die eingefleischten „Lightroom-Fans“ sind sich einig: Die neue LR-Version übertrifft alles was bisher erschienen ist und macht die „Arbeit“ mit LR nicht zuletzt deshalb höchst interessant, weil der Kreativität neue, weite Türen geöffnet wurden! Dennoch gibt es auch einige Wege, die recht umständlich sind und genau darum geht es in diesem Beitrag.

Es geht in allererster Linie um das "mächtige" Maskierungs-Tool

Im Folgenden gibt es einige Tipps, die die Arbeit damit vereinfachen...

Der neue „Pinsel“:

  • Das Universalwerkzeug ist sicher der neue Pinsel. Mit ihm kann man noch so kleine Details innerhalb eines Bildes bearbeiten. Für den Fall, dass man übers Ziel hinaus geschossen ist, ist im Untermenü vorgesehen den Button „Hinzufügen“ oder „Subtrahieren“ anzuklicken, um entsprechende Korrekturen vorzunehmen.
  • Dies geht auch wesentlich einfacher: Wenn mit dem Pinsel gearbeitet wird, ist der Bereich in dem man die Korrekturen vornehmen will, durch einen Kreis mit einem Pluszeichen gekennzeichnet.
  • Ist man damit übers Ziel hinausgeschossen, so braucht man nur die „Alt-Taste“ gedrückt halten und schon wird der Kreis mit einem Minuszeichen versehen. Von nun an werden Stellen, die damit berührt werden, zurückgenommen. Fertig, wunderbar! Sobald die Alt-Taste losgelassen wird, befindet man sich wieder im Plusmodus.

Die„Bereichsreparatur" (Pflasterzeichen):

  • Bei den neuen spiegellosen Kameras, kommt es immer wieder vor, das sich Staub auf dem Sensor absetzt (die Sensorflecken). Da die Objektivöffnung dieser Kameras nicht durch mechanischen Verschluss geschützt ist, können Staubpartikel sehr schnell auf dem Sensor landen. Hier tritt die "Bereichsreparatur" - das zweite Zeichen von links im Menü - auf den Plan; mit seiner wirklich genialen Eigenschaft diese Sensorflecken sichtbar zu machen. Für diesen Vorgang muss man nur in der Zeile unterhalb des bearbeiteten Bildes, in der „Werkzeugüberlagerung“ einen Haken in das Kästchen „Bereiche anzeigen“ machen und schon wird das ganze Bild als Negativ dargestellt. Die Empfindlichkeit, also die Genauigkeit der „Fleckenanzeige“, wird über den daneben stehenden Regler beeinflusst. Nach links weniger Fleckenanzeige, nach rechts mehr!

Die „Freistellungsüberlagerung" (Zuschneidewerkzeug).

  • Mit diesem Werkzeug kann nicht nur zugeschnitten werden! Viel wichtiger ist m. E. die Möglichkeit es gestalterisch zu nutzen. Gerade in der Tierfotografie fehlt sehr oft die Zeit bildgestalterisch tätig werden. Um dies für das endgültige Bild nachzuholen, bietet sich dieses Werkzeug ausgesprochen gut an. Es gibt die, als Striche erscheinende Bildüberlagerungen, in denen man den gewünschten Ausschnitt so drapieren kann, dass das Bild eine wunderbare Anmutung bekommt.

    Dazu muss das „Zuschneidewerkzeug“ aktiviert werden. Anschließend kann mit dem wiederholten Klicken auf den Buchstaben O eine Reihe von Möglichkeiten durchlaufen werden. Hierbei handelt es sich um folgende Bildüberlagerungen (welche man wählt ist eine höchst persönliche Geschmacksfrage).           

Drittelregel

Diagonalen

Dreiecke

Goldener Schnitt

Rechtecke

Fibonaci-Spirale

  • Die Benutzung dieser Möglichkeiten führt zu wirklich guten Ergebnissen. Selbstverständlich ersetzen sie nicht die eigene Phantasie bei der Gestaltung.

"Shortcuts"

  • Von einigen LR-Benutzern werden auch gerne die „Shortcuts“ übersehen. So ist es z.B. möglich den Pinsel nur mit dem Buchstaben K sofort zu aktivieren, ohne etwas mit der Maus zu unternehmen.

Soweit erst mal...   -   21.02.2022 - KR

 

PS: Die einmal in Lightroom eingeladene RAW-Datei (egal von welchem Kamerahersteller) wird niemals verändert. Da kann man machen was man will...  Über das „Protokoll“ kommt man immer zum Ausgangspunkt des Bildes zurück. Zur Weiterverarbeitung (Bild drucken, Internetveröffentlichung etc.) muss das Bild in tif oder jpg gespeichert werden.

Grafische Ergänzungen: