Kleine Geschichten...


Der "zutrauliche" Fuchs...

Wir waren mal wieder unterwegs in der Gegend um das Tister Moor. Am Rande desselben radelten wir in strahlendem Sonnenschein und hielten an, damit ich ein Mohnblumenfeld fotografieren konnte. Während dessen schaute sich Britta mit dem Fernglas in der Gegend um und entdeckte plötzlich einen auf einer gemähten Wiese landenden Kranich. Gleichzeitig tauchte ein Fuchs dort auf, was die Szene hochinteressant machte.

Inzwischen hatten wir einen Weg zu dieser Wiese entdeckt und bewegen uns vorsichtig dort hin. Am Gatter angekommen bemerkte uns der Kranich und flog davon.

Der Fuchs hatte sich inzwischen ans Ende der Wiese begeben, also weit weg von uns - ca. 250 m. Die Luft flimmerte und an gute Fotos war nicht zu denken. Er wanderte im Zick Zack hin und her und - das konnten wir sehen - er schnappte sich immer mal wieder eine Maus o.ä.

Nun hatten wir aber das Glück, das der Wind für uns sehr günstig stand. Er kam direkt auf uns zu!

Dies tat erfreulicheweise auch der Fuchs. In großen Bewegungen wanderte er hin und her über die Wiese; kam dabei aber immer näher an uns heran! Unser Blutdruck nahm zu und unsere Linsen waren gebannt auf den Fuchs gerichtet.

Als er ca. auf 50 m heran gekommen war, konnten wir die ersten - nicht unscharfen - Fotos machen, wunderbar! Und noch wunderbarer: Er bemerkte uns weiterhin nicht, da der Wind wirklich gut stand!

Immer näher kam er und war jetzt nur noch ca. 2,50 m von uns entfernt. Dadurch lief er aber auch "aus dem Objektiveinzugsbereich" - 600 mm; und ich mußte mich kurz bewegen...

Dies reichte dem Fuchs um seinen Kopf hochzunehmen und erschrocken - genau wie ich - hochzuschauen, zu stutzen und dann davon zu rennen!

Erst später, auf den Fotos. konnten wir erkennen, das er ca. 3 bis 4 Mäuse zwischen den Zähnen hatte. Ein wunderbares Erlebnis im Leben zweier Naturfotografen...

Hier geht es zur Fotostrecke dieses Erlebnisses!

 



Die Vogelinsel Runde in Norwegen...

Um es vorweg zu sagen: Es war eine wunderbare Idee auf diese Insel zu fahren. Jeder Tier- und Naturfotograf sollte die Insel einmal besucht haben. Ein unwiederbringliches Erlebnis!

Runde ist die nördlichste Insel einer kleinen Inselgruppe in der Nähe von Alesund, dem nächst größeren Ort. Sie ist nur über Tjørvåg und die Inseln Leinøya und Remøya erreichbar und hat einen, direkt am Atlantischen Ozean (hier Europäisches Nordmeer genannt) gelegenen Campingplatz auf dem man mit seinem Fahrzeug nur durch eine Mauer von diesem getrennt ist. Genial!

Runde hat eine riesige Vogelpopulation! Seeadler, Tordalken, Papageitaucher, Trottellummen, Dreizehenmöwen, Eissturmvögel, Basstölpel, Krähenscharben, Gryllteiste und Große Raubmöwen (Skuas genannt) sind dort anzutreffen. Die Papageitaucher sind am meisten vertreten; etwa 100.000 dieser niedlichen Tierchen sind dort jährlich gezählt.

Außerdem – in etwas geringerer Anzahl – sind dort noch Sturmmöwen, Mantelmöwen, Heringsmöwen, Austernfischer und Brandgänse zu besichtigen. Runde ist 4,6 km lang und 3,8 km breit und hat eine Fläche von ca. 6,4 qkm. Die höchste Erhebung beträgt 333 m. Der Campingplatz liegt auf null Meter.

Der auch „Fuglfjell“ genannte, im Westen gelegene Vogelfelsen ist also nur von null auf 333 Meter erreichbar. Vom Domizil auf die Höhe auf der sich die vorgenannte Vogelschar befindet, geht es steil (Skifahrer würden von einer „Pechschwarzen Piste“ sprechen) nach oben. Mit dem keineswegs leichten Fotogepäck also durchaus eine Herausforderung!

Hat man diese jedoch gemeistert, wird man mit einer wahnsinnig beeindruckenden Aussicht belohnt! Auf der Höhe angekommen, fällt der „Fuglfjell“ nahezu senkrecht in den Ozean hinein. Nicht wenige Menschen trauen sich nur liegend hinab ins Meer zu sehen.

Aber für den „furchtlosen Tierfotografen“ eröffnet sich eine nahezu unwirkliche Vogelwelt. Wir sind mehrmals auf den Felsen gestiegen (obwohl meine Hüfte da schon ziemlich hin war, wie ich später erfahren habe) und haben dort fünf Tage wie „der Teufel“ fotografiert. Mit den nicht brauchbaren waren es mehrere Tausend Bilder.

Besonders beeindruckend war die Seefahrt mit „Aquila“! Mit 10 Personen, alle mit mehr oder weniger großem Fotoequipment ausgerüstet, ging die Fahrt vom Hafen Runde an die Westküste der Insel. Wohlgemerkt es ist ein Ozean, denn als wir den sicheren Hafen verließen, begann ein Wellengang, der so stark war, das man bei bestimmten Wellen nicht einmal mehr die Insel selbst sah! Aber alle haben sich durchgebissen...

Bis auf wenige Meter ist der Skipper an die Steilwand heran gefahren und einmal sogar in eine Höhle, in der sich die sehr seltenen Dreizehenmöwen befanden. Basstölpel flogen in weniger als 10 Meter Höhe über uns hinweg... Wie gesagt: Ein unwiederbringliches Erlebnis!

Durch den starken Seegang war es nicht einfach mit einem „dicken Tele“ die Vögel einzufangen, aber ein paar sind ganz gut gelungen!

Eine Auswahl der Bilder befindet sich in diesem link.

Zum Abschluss noch einmal der Hinweis: Jeder Vogelliebhaber sollte diese Insel gesehen haben!

 


Der kleine Kranich vom Teufelsmoor...

Um es vorweg zu sagen: